Neue Broschüre ermöglicht Spurensuche auf dem Eliasfriedhof zum Leben des Komponisten
Dieses Jahr gedenkt die Stadt Dresden des 200. Todestages des Komponisten und Kapellmeisters Carl Maria von Weber, dessen Grab sich auf dem Alten Katholischen Friedhof befindet. Von 1817 bis 1826 war Dresden nicht nur Wirkungsstätte für Weber und seine Familie, sondern auch Wohnort und Heimat. Hier mietete er Wohnungen, pflegte Freundschaften und Geschäftskontakte, ging aus und kaufte ein. Die meisten Bewohner Dresdens waren damals evangelischer Konfession und so gingen einige Mitglieder des Fördervereins Eliasfriedhof auf eine Spurensuche zu den Zeitgenossen aus Carl Maria von Webers Alltag.
Als Pestfriedhof 1680 entstanden und 1876 für Beerdigungen geschlossen, ist der Eliasfriedhof heute ein Denkmal von überregionalem Rang und ein Zeugnis der Sozial- und Kulturgeschichte der Residenzstadt Dresden und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Dank Förderung als National wertvolles Kulturdenkmal konnte das historische Erscheinungsbild des Friedhofes nach Jahren des Verfalls und Vandalismus wiederhergestellt und Grabmale konservatorisch gesichert werden.
Die Recherchen und Forschungen zu den hier bestatteten Frauen, Männern und Kindern sind ein wichtiges Anliegen des Fördervereins. Das Carl-Maria-von-Weber-Jahr war Anlass ganz gezielt nach Personen zu suchen, mit denen Weber zu tun hatte. Es entstand die Idee, ausgehend von dem Personenverzeichnis der digitalen Weber-Gesamtausgabe, eine Broschüre zu entwickeln, die Besucherinnen und Besucher, Neugierige und Interessierte bei ihrem individuellen Rundgang über den Friedhof und zu den betreffenden Grabstätten begleitet und von den damaligen Begegnungen Webers mit der Stadtgesellschaft berichtet. Jeden Freitag bis Ende Oktober, von 14 bis 18 Uhr ist die die Gelegenheit, den außer zu Führungen geschlossen, Friedhof zu besuchen und sich mit der vor Ort erhältlichen Broschüre selbst auf Spurensuche zu begeben. Darüber hinaus sind in dieser Zeit Ehrenamtliche des Fördervereins vor Ort, die Erklärungen geben, Fragen beantworten und kurze Spaziergänge zu ausgewählten Gräbern zu verschiedenen Themen anbieten.