Bauen an der Ewigkeit – Wiederaufbau von Grufthäusern

von M. Voigt

Die 1723 von George Bähr und Johann Gottfried Fehre errichteten 41 Grufthäuser mit ornamentalen Gittern sind der künstlerische Höhepunkt der Friedhofsanlage. Die Grabstellen wurden von wohlhabenden Familien erworben und wie Wohnhäuser verkauft oder vererbt. In jeder befand sich eine mit unterschiedlichem Interieur versehene Andachtsstätte. Bis zu 50 Bestattungen fanden in dem darunter liegenden Gruftgewölbe statt.


Brandbomben zerstörten im Februar 1945 die Grufthäuser. Noch verbliebene Holzteile endeten im folgenden Winter auf Grund der allgemeinen Not als Heizmaterial. Später wurden die zum Teil hochwertigen Grabplastiken durch Vandalismus geschädigt. Einige der kunstvollen Gitter-Türanlagen und Sandstein-Arkadenbögen blieben erhalten und sollen bis 2017 restauriert werden.

Nachdem bereits 2001 die Grufthäuser 26 bis 37 gesichert und mit einem Dach versehen wurden, begann im Oktober der Wiederaufbau der eingestürzten Häuser 38 bis 41. In Vorbereitung der Restaurierungsplanung des Innenausbaus und der Gittertüren suchen wir nach den fehlenden Oberlichtgittern der Grufthäuser 40 und 41. Die aktuellen Baumaßnahmen werden durch das vom Bundesministerium für Kultur und Medien aufgelegte Programm für »National wertvolle Kulturdenkmäler« gefördert sowie durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt. Zudem kommen Spendenmittel zum Einsatz, die der Förderverein Eliasfriedhof Dresden e. V. einwerben konnte. Weitere Spenden werden für die Restaurierung der Innenräume benötigt.

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