Forschungen

D. Zille

In den mehr als 140 Jahren seit der Schließung des Friedhofs haben sich viele Details aus der geschichtlichen Entwicklung verloren. Mit der Aufarbeitung des Archivs im Ärar des Elias- Trinitatis- und Johannisfriedhofes zu Dresden versucht der Förderverein, diese Tendenz aufzuhalten. Vermutlich wird das Vorhaben immer wieder neue Fragen aufwerfen und so viele Jahre in Anspruch nehmen. Auch im Sächsischen Hauptstaatsarchiv, Stadtarchiv sowie Stadtplanungsamt wurden bereits Funde gesichtet, die ebenso auf fachkundige Auswertung warten. Aber nicht nur vermeintlich staubig-trockene Historie steht in unserem Interesse – Untersuchungen sollen auch zu Fauna und Flora in dem seit 1928 gesperrtem Terrain durchgeführt werden.

Mitarbeiter der Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Museum für Mineralogie und Geologie, Sektion Petrographie haben bereits Untersuchungen zu den auf dem Friedhof verwendeten Gesteinen vorgenommen. Die Ergebnisse sind nach einer Überarbeitung und Aktualisierung demnächst zu erwarten. Auch unterstützt uns die TU Dresden, Fakultät Architektur, Institut für Baugeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege seit zwei Jahren bei der Erfassung von Grabdenkmalen. Studenten zeichnen und vermessen im Rahmen von zweiwöchigen Praktika den derzeitigen Zustand.

Für weitere eventuelle Untersuchungen laufen erste Vorbereitungen und Gespräche mit namhaften Forschungseinrichtungen Dresdens. Wir hoffen zudem, dass sich ehrenamtlich handelnde Bürger für eine Zusammenarbeit auf den vielfältigen Vorhaben finden lassen.