Caspar David Friedrich (1774–1840)

Caspar David Friedrich
Caspar David Friedrich

Bedeutender Landschaftsmaler der Romantik

Nach dem Napoleon 1806 die Preußen bei Jena und Auerstedt besiegt hatte, war möglicherweise die Auftragslage für den bereits erfolgreichen Künstler Friedrich so ungünstig, dass er sich auch mit Entwürfen für Grabdenkmale beschäftigte. Einige der Entwürfe wurden realisiert – vier davon sind auf dem Eliasfriedhof zu sehen.

Das Grab von Caspar David Friedrich befindet sich 500 Meter weiter östlich auf dem Trinitatisfriedhof, dem Nachfolger des Eliasfriedhofs.

Ein Teil des Entwurfes (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Inv.-Nr.: Hz 3669/27), ein kleiner Kubus mit flacher Urne, wurde leicht abgewandelt ausgeführt. Die bekrönende Schale ist durch Rostbildung des verbindenden Eisenstabes Anfang des 20. Jahrhunderts auseinandergebrochen. Im November 2010 wurde sie repariert wieder an ihrem angestammten Platz aufgestellt.
(nach Hans Joachim Kluge: Caspar David Friedrich - Entwürfe für Grabdenkmäler und Denkmäler, Berlin 1993, S. 76 ff und 168 ff.)

Dieser Entwurf (Hamburger Kunsthalle, Inv.-Nr.: 1922/331) wurde mit leichten Abänderungen ausgeführt.
(nach Hans Joachim Kluge: Caspar David Friedrich - Entwürfe für Grabdenkmäler und Denkmäler, Berlin 1993, S. 82 ff und 176 ff.)

Dem ausgeführtem liegt die Entwurfszeichnung (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr.: C 1927 - 79) »Drei säulenförmige Grabmäler« zugrunde. Verschiedene Elemente dieser drei Entwürfe sind dabei verwendet und leicht abgewandelt worden.
(nach Hans Joachim Kluge: Caspar David Friedrich - Entwürfe für Grabdenkmäler und Denkmäler, Berlin 1993, S. 106 ff und 180 ff.)

Dem in Sandstein ausgeführtem Grabmal liegt ein Entwurf (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Inv.-Nr.: Hz 3669/29) für ein Pfeilergrabmal zugrunde, das in allen Teilen Idee und Entwurf wiedergibt.
(nach Hans Joachim Kluge: Caspar David Friedrich - Entwürfe für Grabdenkmäler und Denkmäler, Berlin 1993, S. 86 ff und 182 ff.)

Der Autor der oben genannten Literaturquelle hatte übrigens bereits 56 Jahre zuvor über den Eliasfriedhof als Ergebnis von Forschungen des Kunstgeschichtlichen Institutes der Technischen Hochschule Dresden, herausgegeben von Eberhard Hempel, publiziert: Hansjoachim [!] Kluge: Dresdens Friedhöfe und Grabdenkmäler in der Zeit der Freiheitskriege und der Romantik, Dresden 1937. In dieser Abhandlung wird neben dem Eliasfriedhofes auch dessen Nachfolger – der Trinitatisfriedhof – sowie der (alte) Johanniskirchhof, der Alte, Neuere und Neue Annenkirchhof, der Sophienkirchhof, der Innere Katholische Begräbnisplatz, der Innere Neustädter Friedhof und der Alte Israelitische Begräbnisplatz gewürdigt.